Mein erster Störtebeker Opti-Cup

Dea Shaqiri beim Störtebeker Opti-Cup – sie wurde Dritte der B-Gruppe und hat daraufhin die Möwe OPTIMUS mit im Boot – Foto: segel-bilder.de
Beim 24. Störtebeker Opti-Cup vor Helgoland (1.-5. August 2026) starteten 38 A-Segler und 19 B-Segler. „Segeln auf der Nordsee ist eine echte Herausforderung. Wind, Wellen und Strömungen verlangen Mut, Können und Durchhaltevermögen. Allein die Teilnahme und das Segeln in diesem anspruchsvollen Revier ist eine besondere Leistung, auf die alle stolz sein können“, mit diesen Worten lobten der Helgoländer Bürgermeister Thorsten Pollmann, Wettfahrtleiter Rolf Kantelhardt sowie Henning Tebbe und Jan Tellkamp vom Blankeneser Segel-Club die Jüngstensegler bei der Siegerehrung.

Dea Shaqiri – Platz 3 beim Störtebeker Opti-Cup/Gruppe B
Dea Shaqiri (10 Jahre alt) hat ihr Heimatrevier auf dem Steinhuder Meer. Beim Störtebeker Cup 2026 wurde sie Dritte der B-Gruppe. Sie akzeptierte das Opti-Regattagesetz: „Der Dritte schreibt.” Hier ihr OPTIMUS-STÖRTEBEKER Bericht!
Zum allerersten Mal bin ich auf Helgoland gewesen und beim Störtebeker Cup mitgesegelt. Eigentlich wollte ich einfach nur mitmachen. Nachdem der erste Regattatag dann aber ziemlich gut lief, wäre ich gerne Erste geworden. Am Ende bin ich auf dem dritten Platz gelandet. Anfangs war ich darüber sehr enttäuscht, aber ich schätze, für das erste Mal mit Strömung zu segeln ist das eigentlich ziemlich okay. Außerdem ist Felix so krass gesegelt, der hat echt verdient gewonnen.
Insgesamt war alles so früh. Ich bin froh, dass danach erstmal ein paar Tage ausschlafen konnte.
Am Samstag mussten wir um 5:30h von zu Hause losfahren. Die Fähre nach Helgoland fuhr schon um 9:30h los. Alle Optis, Trailer, Kinder, Eltern und Trainer waren auf verschiedenen Fähren mit dabei. Das war ziemlich aufregend. Zum Glück war das Wetter richtig gut und die Wellen nicht so hoch. Auf der Fähre haben wir in einer großen Runde witzige Spiele gespielt zum Beispiel Imposter.
Bei der Anmeldung habe ich eine Tüte mit sehr vielen Sachen bekommen. Zwei coole Caps waren dabei, aber auch
Sonnencreme und leckere Pfefferminz-Bonbons. Wir haben auch alle einen Störtebeker-Pass mit Foto von uns bekommen. Wenn man aufs Wasser ging, musste man den abgeben. Wenn man vom Wasser zurück kam, musste man ihn wieder abholen. Das habe ich jedes Mal fast vergessen. Toll war, dass man mit dem Pass auch ins Schwimmbad konnte. Das hat Spaß gemacht!
Eigentlich sollte die Regatta am Sonntag starten. Aber die Strömung war stärker als der Wind. Deshalb sind wir nur kurz rausgesegelt und dann direkt wieder zurück gefahren. Das war erst schade, aber dafür haben wir einen tollen Tag auf der Düne verbracht und Seehunde direkt am Badestrand gesehen.
Am Montag ging es dann endlich los. 8h Steuerleutebesprechung – soooo früh! Wir mussten unsere Boote am Strand slippen und durch die Brandung aufs Meer fahren. Ich hatte ein bisschen Respekt davor, weil sich manche die Ruderanlage dabei verbogen haben. Bei mir hat es aber geklappt.
Dann wurden vier Wettfahrten gesegelt. Die Wellen auf der Nordsee sind ganz anders als bei uns auf dem Steinhuder Meer. Es hat richtig Spaß gemacht. Ich bin zum ersten Mal überhaupt mit Strömung gesegelt. Das ist gar nicht so einfach.
Am zweiten Regattatag wurde der Wind immer weniger. Mitten im Rennen hat sich plötzlich auch noch die Strömung gedreht. Das habe ich gar nicht gemerkt. Hinterher wusste ich, warum es nicht so geklappt hat. Natürlich wäre ich gerne Erste geworden. Aber ich freue mich auch riesig über meinen 3. Platz. Ich habe viel gelernt.
Der letzte Tag ohne Wettfahrten war nochmal richtig gut! Wir haben die Tölpel gesehen, die hatten Junge. Gestunken haben die enorm aber die waren auch sooo süß! Am Nordstrand haben wir Glas gesammelt das durch den feinen Sand zu runden, schönen Glasssteinchen geworden ist. Daraus werde ich ein Mosaik basteln. Die Party abends ist leider nicht so richtig in Gang gekommen, es hat geblitzt, das Gewitter ist dann zwar vorbei gezogen – da waren aber schon alle verschwunden.
Insgesamt war es eine ziemlich schöne Regatta. Aber auch super anstrengend.
Eure Dea




